Willkommen im Devil’s Valley: dem ältesten geothermischen Kraftwerk der Welt

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Willkommen im Devil’s Valley: dem ältesten geothermischen Kraftwerk der Welt

Wenn Sie an die Toskana denken, denken Sie wahrscheinlich an grüne Hügel, schöne Bäume und endlose Weinberge. Aber versteckt an einem Ort namens „Devil’s Valley“ gibt es eine andere Seite der Toskana. Eine gefährliche und volatile Seite, die eine Brutstätte geothermischer Aktivität darstellt.

Dieses Tal beherbergt das älteste geothermische Kraftwerk der Welt. Das Kraftwerk Larderello wurde 1913 eingeweiht und produziert seitdem Strom, indem es die natürlichen Gase nutzt, die aus den Felsen darunter entweichen und durch Risse im Boden strömen.

Rohre, die am Standort tief in den Boden gebohrt werden, fangen den Dampf auf, der auf natürliche Weise aus den Felsen darunter entsteht, treiben Turbinen im Kraftwerk an und erzeugen so Strom.

Tal des Teufelsin der südlichen Toskana zwischen Pisa und Siena gelegen, ist von natürlichen und künstlichen Rissen geprägt, aus denen Dampf und heiße Flüssigkeiten mit Temperaturen zwischen 130°C und 160°C austreten.

Der Anbau dieser erneuerbaren unterirdischen Ressource hat dazu beigetragen, eine geografisch herausfordernde Region Italiens in einen der weltweit bekanntesten Standorte für erneuerbare Energien zu verwandeln. Tatsächlich war das Kraftwerk Larderello bis zur Eröffnung das einzige kommerzielle geothermische Kraftwerk der Welt Wairakei Kraftwerk in Neuseeland im Jahr 1958.

Mittlerweile sind es über 25 geothermische Kraftwerke auf der ganzen Welt, mit potenziell mehr zu bauen, um eine reichlich vorhandene und nachhaltige Ressource zu nutzen.

Tal des Teufels, Monterotondo Marittimo

Ein Blick auf das Valle del Diavolo (Teufelstal), in der Nähe der mittelalterlichen Stadt Monterotondo Marittimo, Toskana, Italien. In der Mitte des Bildes steigen Erdgaswolken aus dem Boden auf. Foto von Luigi Avantaggiato

Kraftwerk Larderello

Eine Gesamtansicht des Larderello-Kraftwerks, des weltweit ersten geothermischen Kraftwerks, das 1913 eröffnet wurde. Die Kühltürme sind rechts im Bild zu sehen. Foto von Luigi Avantaggiato

Geosite Biancane

Dampf und Flüssigkeiten steigen aus Brüchen in Felsen am Geostandort Biancane in der Nähe von Monterotondo Marittimo, Italien, auf. Die austretende Flüssigkeit hat eine Temperatur von ca. 110 °C und besteht zu 95 % aus Wasserdampf. Der Rest der Gase ist eine Kombination aus Kohlendioxid, Methan, Ammoniak und Schwefelwasserstoff. Foto von Luigi Avantaggiato

Wartung von Windkraftanlagen

Kraftwerksarbeiter Valerio führt die Wartungsschicht an einer der Turbinen von Monterotondo 1 durch, die Teil des Kraftwerks Larderello ist. Die geothermische Anlage produziert genug Strom, um 1 Million Haushalte in der Umgebung mit Strom zu versorgen. Foto von Luigi Avantaggiato

Boracifero-See

Dampf steigt aus den Geysiren von San Federigo, in der Nähe des Lago Boracifero, Toskana, Italien. Foto von Luigi Avantaggiato

Gassuche

Forscher des National Institute of Geophysics and Volcanology (INGV) analysieren die Zusammensetzung des Gases im Biancane-Nationalpark. Der Park ist ein Naturschutzgebiet voller geothermischer Aktivität. Foto von Luigi Avantaggiato

Weitere Bilder von Wissenschaftliche Orientierung:

Extraktion gut

Einer der Förderbrunnen, die in Monterotondo 1 münden, Teil des Geothermiekraftwerks Larderello in der Nähe von Monterodonto Marittimo, Italien. Foto von Luigi Avantaggiato

Im Inneren des Kühlturms

Dampf steigt im Inneren des Naturzugkühlturms von Monterotondo 1 auf, der Teil des Kraftwerks Larderello ist. Foto von Luigi Avantaggiato

GeoOrto-Farm

Nadia, eine Arbeiterin auf der GeoOrto-Farm in Lago Boracifero, pflückt während ihrer Schicht Tomaten. Der Hof wird durch das nahe gelegene Geothermiekraftwerk beheizt. Foto von Luigi Avantaggiato

Luftaufnahme von Biancane

Luftaufnahme des südlichen Bereichs der Geosite Biancane, die die weißen schwefelhaltigen Felsen zeigt, die als Folge der geothermischen Aktivität darunter entstanden sind. Die Römer nutzten die natürlichen Schwefelquellen zum Baden und werden seit dem 19. Jahrhundert als Industriestandort genutzt. Foto von Luigi Avantaggiato